Mit den Kursteilnehmern marschierten Matthias Griesser und Dieter Baach von Koblenz Richtung Klingnau, um den Dachsemern die Vielfalt dieses international bedeutenden Rastplatzes für Zug- und Wasservögel zu zeigen. Regelmässig sind hier 30-40 Arten zu bewundern. Da die Vögel nicht wegfliegen, ist das Gebiet besonders für Kinder geeignet. 

29 interessierte Personen, darunter sehr viele Kinder, trafen sich im Schulhaus zu einem Kurs über die einheimischen Wasservögel. Mit Dias und Videos gab Dieter Baach eine anschauliche Einführung in das faszinierende Leben dieser Wassertiere. 

Auch im Schutzgebiet Risi hat der Orkan „Lothar“ gewütet und etwa 30 Föhren entwurzelt. Dem Schutzziel, dem Erhalt dieses Gebietes als Refugium seltener und geschützter Pflanzen erhalten werden soll, kommt dieser Windwurf nicht gelegen. Zum Einen ist der Unterhalt durch die liegenden Bäume erschwert, zum Anderen wird durch die entstandenen grossen Lücken der Aufwuchs von Gebüsch gefördert, was wiederum einen erhöhten Aufwand für die Offenhaltung des Geländes erfordert. In Absprache mit der Fachstelle für Naturschutz sind darum die liegenden Bäume durch den Forstdienst entfernt worden. Unserem Wunsch, einige Bäume liegen zu lassen, wo sie als Totholz für viele Insekten als wertvollen Lebensraum hätten dienen können, wurde leider nicht entsprochen.

Nach dem gescheiterten Versuch, die Schutzgebiete an der Rheinhalde durch Beweidung durch Ziegen offenzuhalten, muss diese Arbeit nun wieder vollumfänglich durch menschliche Pflegeeingriffe durchgeführt werden. Da dieser Aufwand kaum noch allein durch den NVDU durchgeführt werden kann, hat der Kanton einen Teil der Pflegearbeiten an ein professionelles Unternehmen vergeben. Dies betrifft dieses Jahr insbesondere das Entbuschen der Referenzfläche, welche während des Weideversuches nicht mehr entbuscht wurde.

Insgesamt wurden durch den NVDU im Berichtsjahr 47,5 Mannstunden und 15.5 Maschinenstunden (Säuberungsgerät)) geleistet. Nach wie vor wird uns diese Arbeit vom Kanton vergütet und ist eine sehr wichtige Finanzierungsmöglichkeit für unseren Verein.

 

Vulkanische und glaziale Kräfte haben Island geschaffen und geprägt. Sie verändern noch heute Gestalt und Landschaft dieser Insel. Nur eine karge Vegetation bedeckt hier und da ihre Blössen – das Leben hat es schwer auf Island. Alles Organische ist klein und unbedeutend: ob Pflanze, Tier oder Mensch verliert sich hier – in einer grandiosen und urtümlichen Landschaft, eines eiszeitlichen und vulkaneologischen „Museums. Der Referent, Hans Abt, selber ein begeisterter Island-Reisender, verstand es sehr gut die Besonderheiten dieser Insel dem zahlreich erschienenen Publikum näher zu bringen. 

An diesem Anlass aus dem Angebotsprogramm „Erlebnis Natur“ des Rheinaubundes beteiligten sich über 20 Personen. Aus dem düsteren, im Nebel versunkenen Weinland erwartetet die Teilnehmer im Exkursionsgebiet überraschenderweise Sonnenschein und prächtige Herbstfarben. Die Exkursionsleiterin, Frau Regina Franke, Naturschutzwartin für die Wutachschlucht erwies sich als ausgezeichnete Leiterin. Auf humorvolle Weise verstand sie es, alle TeilnehmerInnen für die wilde Wutachschlucht mit all ihren Besonderheiten zu begeistern. Die Wutachschlucht bietet ein breites Spektrum interessanter Themenbereiche, wie Geologie/Erdgeschichte, Flora/Fauna, Energienutzung/Kulturhistorische Bedeutung, sodass alle Teilnehmer auf ihre Rechnung kamen. Der Ausklang erfolgte in der gemütlichen Beiz in Boll, wo das Gesehene nochmals lebhaft diskutiert wurde. Diese Veranstaltung diente als Pilotveranstaltung für weitere Exkursionen im Jahre 2001. Wer an der Teilnahme verhindert war, kann die Exkursion also noch nachholen. Weitere Informationen über Schaffhausen Tourismus 052 625 51 41.

 

 

Unser Vorstandsmitglied Roger Brunschwiler vermochte einen privaten Liegenschftsbesitzer für die Anpflanzung einer Hecke aus einheimischen Gehölzen auf dessen Grundstück zu überzeugen. Zuerst musste jedoch die bestehende Bewuchs aus Essigbäumen entfernt werden. Dies erfolgte durch ein Gartenbau-Unternehmen mittels Bagger. Da jedes verbliebene Wurzelstück dieser stark wuchernden Pflanze wieder ausschlagen kann wurde das musste das ganze Erdreich umgegraben und sorgfältig nach Wurzeln abgesucht werden. Am Samstag, den 4.11.2000 erfolgte die eigentliche Pflanzaktion. Beteiligt waren nebst einigen Erwachsenen vor allem Kinder, welche sich nach einer kurzen Instruktion begeistert an die Arbeit machten. Die über 200 Pflanzen waren nach 2 Stunden allesamt gepflanzt! Anschliessend waren alle Helfer zu einem vom Landbesitzer spendierten Zvieri eingeladen. Die neue Hecke wird sich in wenigen Jahren zu einer prächtigen und vielfältigen Hecke entwickeln, die vielen Vögeln und Kleintieren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten bieten.

 

 

Etwa 1000 km westlich der Küste Südamerikas auf dem Äquator gelegen, sind die Galápagosinseln durch ihre aussergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt berühmt geworden. Dazu gehören Meerechsen, wie sie sonst nirgends vorkommen, Landleguane, die an Saurier der Urzeit erinnern, unförmige Riesenschildkröten sowie zahlreiche Vogelarten die vor den Menschen keinerlei Scheu zeigen. Dr. Walter Leuthold, Biologe/Mittelschullehrer zeigte in seinem nach Themenbereichen strukturierten Vortrag Flora und Fauna in packenden Bildern. Nachdenklich stimmten die Ausführungen des Referenten bezüglich der hochgradigen Gefährdung der einzigartigen Tierwelt durch verschiedenenTätigkeiten und Einflüsse des Menschen. Immerhin gelten nun für Touristen strenge Regeln zum Schutz dieses einzigartigen Naturparadieses.

 

Wie der Jahresbericht einmal mehr vor Augen führt, sind wir ein sehr aktiver Verein, „es lauft öppis“. Dies in erster Linie Dank des Einsatzes unseres Vorstandes, dessen Mitglieder nicht nur Ideen liefern, sondern unsere Aktivitäten auch mitorganisieren. Herzlichen Dank auch allen anderen Mitgliedern, welche Pflegeneinsätze in unseren Schutzgebieten leisteten. Aber auch allen anderen, welche uns mit ihrem Mitgliederbeitrag finanziell und ideell unterstützten gilt unser Dank.

Die Faszination der Technik und deren ungeanhneten Möglichkeiten wie z.B die für Jedermann weltweit in sekundenschnelle abrufbarenen Informationen, die elektronischen Medien, Mobilfunk, die Entwicklungen in Medizin und Wissenschaft haben viele von uns vergessen lassen, dass wir ein Teil der Natur sind und dass jeder Eingriff seine unausweichliche Konsequnz zur Folge hat.

Globale Konsequenzen unseres Handelns sind bereits spürbar. Hoffen wir, dass die Verantwortlichen in Politik, Behör­den aber auch wir alle diese Zeichen erkennen und den Schutz der Nachwelt als Grundrecht der kommenden Generationen aner­kennen. Ein positives Zeichen dafür ist in der Präambel der neuen Schweizerischen Verfassung zu finden. Dort stehen die folgenden Sätze: „...in der Ver­antwortung gegenüber der Schöpfung“. Und „...im Bewusstsein der gemeinsamen Errungen­schaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen“.

Eigentlich könnten wir die Durchführung dieser Veranstaltung zum Thema alternative Energiequellen still­schweigend übergehen, denn am Anlass beteiligte sich lediglich eine einzige Person! Immerhin könnte man sich an dieser Stelle einige Gedanken machen: Wenige Generationen des 20. und 21. Jahrhunderts werden die gesamten Vorräte an nicht erneuerbaren Energien verbrauchen. Obwohl diese Erkenntnis durchwegs Allgemeingut ist, kümmert dies offenbar kaum jemanden. Man vertraut auf den Fortschritt der Technik und zählt auf neue, innovative Lösungen. Diese Lösungen zu förden ist jedoch kaum jemand bereit, am wenig­sten die Politiker, welche so schnell wie möglich die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen sollten. Offenbar sind die Energiekosten derart billig, sodass Energiesparen ökonomisch noch immer uninteressant ist.

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