Den Rhein­freunden ist der Schaaren als „Stachelziel“ mit Sicherheit ein Begriff. Die „Schaarenwies“ wurde im Jahre 2003 als Flachmoorgebiet von nationaler Bedeutung unter Schutz gestellt. Das Ziel unserer Erkun­dung ist der dahinterliegende Schaarenwald. Dieser Wald wurde gemäss dem Thurgauer Waldplan als Sonderwaldreservat ausgeschieden. Er birgt eine  aussergewöhnliche Vielfalt an seltenen Waldgesellschaften, Pflanzen und Tieren. Am 1.6.2004 haben wir dieses besondere Gebiet unter Leitung des Revierförsters Hans Weber und des Ornithologen Roland Altenburger erkundet.

 

 

Die durch den Abbruch des Gartenhauses, Aufräumen und Entsorgen von Reststoffen und anderem Material, Beschaffung von Saatgut und der Heckenpflanzen verursachten Kosten wurden uns auf Antrag von der Dr. Bertold Suhner Stiftung vergütet. Diese Stiftung hat uns bereits schon mehrfach unter die Arme gegriffen und wir sind dafür sehr dankbar. Der spektakuläre Abbruch des Gartenhauses erfolgte am 20.6.2004. 

 

 

Auch im Berichtsjahr haben wir in den Schutzgebieten „Risi“ und „Usser Rihalden“ wieder Pflegeeinsätze geleistet. In „Usser Rihalden wird die Hauptarbeit von der Firma Grünwerk geleistet, welche dazu vom Kanton beauftragt worden ist. Uns bleibt jeweils das Aufräumen und allenfalls etwas Kosmetik. Wir sind froh darüber, denn das Mähen an der extrem steilen Halde ist für Ungeübte kaum zu schaffen. Insgesamt haben wir dem Kanton 85 Stunden verrechnet und  zusätzliche 25 Maschinenstunden. Diese Leistung wurde von 9 Helferinnen und Helfern erbracht. Die Unterhaltsarbeiten für den Trockenstandort Oberholz erfolgen im Auftrag des privaten Besitzers durch eine Equipe des Kantons.

Die Vergütungen der Feldeinsätze durch den Kanton in der Grössenordnung von jeweils nahezu 2000 Franken sind für den Verein eine sehr willkommene Einnahmequelle. Dieser Rückhalt ermöglicht uns die Durchführung spannender Jahresprogramme und die Umsetzung weiterer Projekte.

 

 

Die Anlage der Buntbrache erfolgt auf Initiative des NVDU als Ersatz für die aufgegebene Buntbrache im „Mettli“. IP-Bauer Robert Rubli hat sich bereit erklärt, bei Uebernahme der Mehrkosten für das hochwertige Saatgut durch den NVDU auf 140a der von ihm bewirtschafteten Parzelle im „Steinboden“ eine langdauernde Buntbrache anzulegen. Diese Fläche wird als ökologische Ausgleichfläche angemeldet. Die Anlage wird mindestens 6 Jahre erhalten bleiben. Der Standort ist für die Buntbrache sehr geeignet, da der Boden kiesig und trocken ist. Die Parzelle liegt zwischen dem Siedlungsgebiet „Steinboden“ und dem regionalen Schutzgebiet „Usser Ryhalden“ . Sie liegt zudem an einem vielbegangenen Spazier- und Wanderweg. Da solche Flächen auf Grund ihrer Attraktivität erfahrungsgemäss häufig betreten werden, muss die Buntbrache ev. durch einen Zaun geschützt werden. Den Entscheid zu dieser Massnahme wollen wir erst nach Vorliegen erster Ergebnisse fällen. Zur Information der Betrachter werden drei Infotafel aufgestellt. Die Aussaat erfolgt im März 2005.

Die Kosten schätzen wir auf ca. 2400 Franken. Auf Grund von Finanzierungsgesuchen zahlt die Dr. Bertold Suhner-Stiftung 1000 Franken und die Gemeinde  500 Franken. 

Die Anlage von Hecken und einer kleinen Buntbrache erfolgt auf Initiative des NVDU auf der durch ihn gepachteten Parzelle im „Goldenberg“ in Dachsen. Die Parzelle liegt innerhalb des Objektes Nr. 601 „Berchen-Hänge“ von regionaler Bedeutung und ist als schützenswertes Objekt im kommunalen Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte aufgeführt. Sie ist jedoch nicht geschützt. Es besteht daher die Gefahr einer ersatzlosen Entfernung und Vernachlässigung der Pflege.

Die betreffende Parzelle von 1064m2 konnte der NVDU für die Dauer von mindestens 10 Jahren zum symbolischen Pachtzins von 1 Franken pachten. Die Parzelle ist ehemaliges Gartenland mit Beerenanlagen und Gartenhaus. Die Anlagen wurden entfernt und das Gartenhaus wurde abgebrochen. Das Gelände musste ausgeebnet werden. Wir haben 1,1 Tonnen Alteisen und 4,5 Tonnen Bauschutt entsorgt. Mit einem Bagger wurde die einförmige Ligusterhecke ausgestockt. Sie wird durch eine vielfältige Hecke ersetzt.

Gestaltung und Bewirtschaftung durch den NVDU erfolgt im Einvernehmen mit der Verpächterin. Das Grundstück wird als Flucht- und Lebensraum für Kleinsäuger, Reptilien und Vögel dienen. Der NVDU verpflichtet sich, diese Zielsetzung durch geeignete Bepflanzung, bzw. Offenhaltung von Teilflächen zu erreichen und dauerhaft zu erhalten.

Die Kosten schätzen wir auf ca. 2500 Franken. Auf Grund von Finanzierungsgesuchen zahlt die Dr. Bertold Suhner-Stiftung 1500 Franken und die Gemeinde  500 Franken. Die Heckenpflanzung erfolgt im Februar 2005, die Aussaat der Buntbrache im März 2005.

Eiche, Linde, Esche und Eibe oder Orakelbaum, Liebesbaum, Weltenbaum und Totenbaum. Bäume sind mehr als Holz- und Obstlieferanten, mehr als Bestandteile des Ökosystems Wald, mehr als ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Sie spielen seit Menschengedenken eine zentrale Rolle in Geschichte und Mythologie, in Religion und Brauchtum. Auf unserem Waldspaziergang am Samstag, den 31.1.2004 begaben wir uns auf eine Reise ins „Baumbewusstsein“ unserer Ahnen. Der leichte Walspaziergang startete um 15.00 Uhr bei der Chrummweghütte in Wildensbuch und dauerte ca. 1 1/2h. Die Exkursionsleiterin Silvia Fux schmückte verschiedene Bäume vor Ort mit Hilfe der anwesenden Kinder wie es zu bestimmten Anlässen früher Brauch gewesen war. Mit diesen optischen Mitteln, aber auch mit dem Ausschank von heissem Holdersaft beim Holderbusch baute sie treffende Brücken zum Erzählten. Der verschneite Wald  und die Geschichten von Silvia Fux trugen zu einer ganz speziellen, zauberhaften Stimmung bei, welche bei den TeilnehmerInnen bestimmt lange in Erinnerung bleiben wird. Im Anschluss daran wurden auf dem Feuer unter schützendem Dach mitgebrachte Köstlichkeiten gebraten und anschliessend in der warmen Hütte verzehrt. 

 

 

Mit dem Bau von Kläranlagen erfolgte eine wesentliche Verbesserung der Wasserqualität. Mit steigenden wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Flussökologie und Flusshydrologie werden nun wieder Hartverbauungen zurückgebaut und Bäche ausgedohlt. Jedoch befinden sich noch immer viele unserer Gewässer in einem so schlechten Zustand, dass die Fischpopulationen durch künstlichen Besatz ergänzt werden müssen. Die Fischzuchtanstalten sind deshalb noch immer sehr wichtige Einrichtungen zum Erhalt unserer einheimischen Fischfauna.

Zur Besichtigung der Kantonalen Fischzuchtanlage trafen sich etwa 80 Personen – ein absoluter Besucherrekord! Die Erklärungen von Fischereiaufseher Karl Balsiger mussten sozusagen schichtweise erfolgen, ansonst hätten niemals alle etwas sehen oder hören können. Der nachfolgende Apéro fand ebenfalls grossen Zuspruch und viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich  im Gespräch mit den Experten offene Fragen beantworten zu lassen.

Die vorgesehene Kanufahrt auf der Thur scheiterte leider an den Preisvorstellungen der Bootsvermieter. Der Kurs zum Sammeln von Herbstfrüchten und deren Zubereitung wurde zwar bis ins Detail organisiert, scheiterte jedoch infolge mangelnder Anmeldungen. Aus Rücksicht auf zu hohe Teilnehmerzahlen hatten wir den Kurs nur lokal ausgeschrieben – so kann man sich täuschen!

Auch im siebten Jahr ihres Bestehens organisierte die Kauzleitung ein spannendes und abwechslungsreiches Programm für die ca. 15 Jugendlichen aus dem Weinland:

Greifvogelfütterung in Flaach / Bau Eidechsenmauer / Besuch der Sternwarte Eschenberg / Exkursion Kiesgrube / Übernachtung auf dem Irchel / Amphibien im Weiher / Kleinstrukturenbau im Garten / Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet / Nistkastenputzete

Im Berichtsjahr konnten wir lediglich zwei öffentliche Veranstaltungen durchführen. Dafür haben wir zwei neue Projekte in die Wege geleitet – Hecken und Buntbrachen im Goldenberg und im Steinboden. Beide Projekte werden 2005 abgeschlossen sein. Die Vereinskasse wird dadurch nur wenig belastet, da wir externe Quellen akquirieren konnten. Ueber diese Projekte wurde in mehreren lokalen Zeitungen berichtet.

Ich bedanke mich bei allen Kollegen im Vorstand für deren tatkräftige Mithilfe, bei allen Helferinnen und Helfern der Feldeinsätze, aber auch bei allen Mitgliedern, welche unseren Verein finanziell und ideell unterstützt haben.

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