Die Föhren im Schutzgebiet „Usser Rhihalden“ befinden sich in einem schlechten Zustand, die Nadeln sind gelb verfärbt und es ist mit Abgängen zu rechnen. Um den Charakter eines lichten Waldes zu wahren, haben wir deshalb - wie bereits im letzen Jahresbericht angekündigt – 50 Föhren gepflanzt. Sie stammen aus Samen der Provenienz Rheinau-Winzlerboden. Das Erbgut dieser Föhren ist den örtlichen Verhältnissen optimal angepasst und die Bäumchen gedeihen prächtig.

Allerdings mussten die Pflanzen in der extremen Trockenperjode des Frühlings 2007 bewässert werden. Die Bewässerung gestaltete sich schwierig, die Erde war staubtrocken, sodass das Wasser oberflächlich abperlte. Wir mussten bei jeder Pflanze mit Eisen Löcher in die Erde stossen, damit die Wurzeln benetzt wurden.

Wie üblich wurde das Schutzgebiet bereits im Herbst 2007 im Auftrag des Kantons durch die Fa. Grünwerk entbuscht. Uns obliegt nur noch das Entfernen des Buschwerks. Die Fachstelle für Naturschutz des Kantons wird eine Informationstafel über das Schutzgebiet anfertigen. Wir nehme die „Enthüllung“ der Infotafel als Anlass, ein kleines Fest für unsere Mitglieder und die Anwohner zu organisieren. André Homann von der Fachstelle und der Unterzeichnete werden über die Rheinhalde referieren. Auch der Gemeinderat soll eingeladen werden. (Siehe auch das Halbjahresprogramm)

Die Risi wurde im Winter 2006/2007 trotz Naturschutztafeln mit Enduro-Maschinen befahren und partiell regelrecht „gepflügt“. Wir haben daraufhin Föhren vor Ort gefällt und über die Einfahrtschneisen gelegt. Zudem haben wir zwei zusätzlicheTafeln aufgestellt und die Enduro-Aktion im Gemeindeanzeiger und im „Andelfinger“ angeprangert. Diese Aktion war erfolgreich, die Risi wurde seither nicht mehr befahren.

Im Übrigen erfolgte die jährliche maschinelle Entbuschungsaktion. Noch vor der GV 2008 soll das Mähgut entfernt werden. Für unsere Leistung erhalten wir vom Kanton eine Vergütung. Für die 75 Arbeits- und die 24 Maschinenstunden sowie etwas Material haben wir Fr. 1920.60 in Rechnung gestellt. Obwohl die Honorierung bescheiden ist, ist sie nebst den Mitgliedsbeiträgen doch ein sehr wesentlicher Bestandteil unserer Erträge.

Das Schutzgebiet Oberholz (Sunneberg) ist in Privatbesitz und wird von einer kantonalen Unterhaltsgruppe gepflegt. Damit erübrigen sich hier Pflegeeinsätze des NVDU

Die Hecke gedeiht prächtig. Die Jungpflanzen wurden im Januar nochmals freigestellt. Die Buntbrache hat einen zu hohen Grasanteil. Dies könnte auf die dort vorhandene fette Gartenerde zurückzuführen sein. Im Frühling muss sie deshalb gemäht werden, da sie sonst total verfilzen würde. Allenfalls muss sie oberflächlich gefräst werden, damit die im Boden vorhanden Samen keimen können. Problempflanze ist die Brombeere. Insbesondere Kleinstrukturen werden rasch von Brombeeren überwuchert und müssen von Hand gesäubert werden.

Auf der Parzelle der Erbengemeinschaft Jucker (Bärchenhänge) wurde auf einer Teilfläche eine Schafweide eingerichtet. Die restliche Parzelle wird nicht mehr bewirtschaftet und verbuscht sukzessive. Verfilztes Buschwerk, grosse Fichten und diverse Exoten aus dem ehemaligen Garten mindern die Qualität dieses an sich wertvollen Feldgehölzes. Im Frühling 2007 haben wir einige Bäume gefällt, entbuscht und verfilztes Gras gemäht. Die Menge angefallenen Busch- und Astwerk sowie Stammholz war derart gross, dass sich der Einsatz eines Grosshackers lohnte. Der Auftrag wurde von der Fa. ImVo Holzschnitzel AG (Beat Vollenweider) durchgeführt. Unser Aufwand betrug 38,5 Arbeitsstunden und 6 Maschinenstunden. Da es sich nicht um ein ausgewiesenes Schutzgebiet handelt, erhalten wir keine Vergütung. Eine Honorierung durch den Besitzer ist nicht zu erwarten.

Carl Stemmler (1882 – 1971) war von Beruf Kürschner. Es mag daher etwas seltsam anmuten, dass er gleichzeitig ein sehr engagierter Naturschützer war. Er interessierte sich vor allem für Vögel, insbesondere für Adler. So beherbergt sein von ihm gegründetes Museum eine riesige Sammlung von Vögeln. Insbesondere die Sammlung von Greifvögeln und der präparierten Steinadler ist bemerkenswert. Im Prinzip sammelte er aber alles „Getier“, aber auch Fossilien. Das Museum Stemmler beherbergt auch seine komplette Kürschnerwerkstadt. Stemmlers Lebenswerk ist etwas skurril, der Besuch hat sich aber sehr gelohnt. Durch die Sammlung führte uns der Kurator des Museums, Dr. Markus Huber. Er verstand es auch, dem interessierten Publikum die Persönlichkeit des manchmal unbequemen Carl Stemmler mit treffenden Geschichten zu beschreiben.

Ein Ausflug auf die Dachterrasse des Altstadthauses offenbarte einen einzigartigen Blick auf die Dachlandschaft der Altstadt mit den vielen Schleppgauben, Lukarnen und Dachterrassen. Man wähnte sich fast wie im Mittelalter. Der gut besuchte Anlass war ein Erfolg, die anschliessende Generalversammlung im Restaurant Falken ging problemlos über die Bühne.

Nachdem auf eine erste Ausschreibung praktische keine Anmeldungen erfolgten, wurde die gleiche Veranstaltung zu einem späteren Termin nochmals ausgeschrieben. Doch auch diese Ausschreibung hatte kaum Anmeldungen zur Folge, sodass auch dieser Termin abgesagt werden musste. Diese frustrierende Interesselosigkeit setzte natürlich insbesondere dem Organisator, Dieter Baach zu. Der Vorstand kam zu keinem wirklich plausiblen Grund für das mangelnde Interesse. Allenfalls könnte es sein, dass heute die Familienmitglieder, insbesondere die Kinder in Sportvereinen, Musikunterricht, etc. auf derart vielfache Weise engagiert sind, dass eine ganztägige Veranstaltung mit all den nötigen Vorbereitungen eventuell bereits ein zu grosses Engagement bedeutet. Anderseits ging die Einladung auch an Personen, welche keinen solchen Verpflichtungen unterliegen. 

Hochleistungsstrassen belasten die Umwelt. Es werden Lebensräume zerstört, zerschnitten und getrennt. Wild, Kleinnager, Amphibien und Reptilien haben oft das Nachsehen. Hochleistungsstrassen verursachen auch Lärm und Luftbelastungen und es fallen problematische Strassenabwässer an. Wo noch vor 25 Jahren kaum Rücksicht auf die Belastungen auf Flora und Fauna genommen wurde, muss heute ein Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) die Auswirkungen auf die Umwelt aufzeigen. Es müssen Massnahmen getroffen werden, die diese negativen Auswirkungen mindern. Diese Massnahmen werden in einem landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) festgelegt.

Der zu diesem Thema von uns organisierte Informationsabend war mit ca. 30 Personen gut besucht, obwohl die direkte Betroffenheit der Region durch den im Bau befindlichen Abschnitt der N4 eigentlich einen höheren Besuch hätte erwarten lassen. Markus Fries, Mitarbeiter der vom Kanton mandatierten Firma „ilu AG Ingenieure, Landschaftsarchitekten, Umweltfachleute“ informierte über die vorgesehenen landschaftspflegerischen Massnahmen. Der Biologe Peter Müller informierte über das Teilprojekt zur Rettung der Reptilienpopulation entlang den Strassenrändern, welche zurückversetzt werden.

Die durch die Referenten aufgezeigten Massnahmen und die investierten Mittel zeigen auf, dass der Kanton sehr darum bemüht ist, den Ausbau der N4 so umweltverträglich wie möglich zu gestalten. Insbesondere wird auch beim Gewässerschutz durch die vorgesehenen Reinigungsanlagen für die Strassenabwässer eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem aktuellen Zustand erzielt

Der Grund für die geringe Zahl von lediglich zwei durchgeführten öffentlichen Veranstaltungen lässt sich mit der mangels Anmeldungen der zweimal organisierten und jeweils abgesagten Exkursion zur Silberweide begründen. Sehr viel Arbeit wurde bei Pflegeeinsätzen in den Schutzgebieten und den von uns bewirtschafteten Privatgrundstücken geleistet. Leider musste die Hauptarbeit von immer den gleichen Leuten geleistet werden. Für gelegentliche kleine Feldeinsätze wäre ein Kreis interessierter Personen ideal, aus welchem fallweise Einzelpersonen mobilisiert werden könnten.  Es würde mich sehr freuen, wenn Sie sich dazu zur Verfügung stellen könnten.

Das neue Jahr haben wir mit sehr viel Elan begonnen. Wir haben unsere Aktivitäten erstmals auf ein halbes Jahr hinaus festgelegt und bieten Ihnen ein sehr interessantes und vielfältiges Angebot für das erste Semester 2008 an, welches Dieter Baach in der beiliegenden „Dachsspur“ für Sie zusammengfasst hat. Demnächst werden wir über eine eigene Homepage verfügen, erarbeitet und ins Netz gestellt – ebenfalls durch Dieter Baach.

Ich möchte mich bei allen Mitgliedern, welche uns mit ihrem Jahresbeitrag, mit Pflegeeinsätzen und anderen Dienstleistungen unterstützt haben, herzlich bedanken. Ich danke auch allen Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement in ihren Ämtern oder als Organisatoren von Veranstaltungen. Ein besonderer Dank geht an Vizepräsident Dieter Baach, welcher sich in besonderen Masse für die Belange des Vereins engagiert hat.

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