Im Rahmen der Erfolgskontrolle in Lichten Wäldern (LiWa) im Kanton Zürich ist seit ca. einem Jahr Renè Bertiller zuständig. Mit ihm zusammen haben Roger Brunschwiler und der Verfasser am 26.10.2009 die Schutzgebiete Rheinhalde und Risi einen Augenschein vorgenommen. René Bertiller zeigte sich zufrieden mit dem Zustand unserer Schutzgebiete. Die im Winter 2008/2009 vorgenommene Entfernung grosser Schattenbäume durch den Forstdienst an der Rheinhalde wirkte sich positiv auf die Entwicklung der Flora aus. Die dicht bestockte Hangfläche oberhalb des Bunkers weist nach Meinung des Experten ein grosses Potential für eine Erweiterung der LiWa-Fläche auf. Hier sollten weitere Schattenbäume entfernt werden.

Auch in der Risi (alte Kiesgrube an der Bahnlinie Dachsen-Marthalen) ist der Erfolg der Pflegemassnahmen offensichtlich. Allerdings stehen die Föhren teilweise zu dicht bzw. sind zu gross geworden. Auch hier sollte ausgelichtet werden.

Im Winter 2009 haben wir die von René Bertiller empfohlene Durchforstung in den genannten Gebieten durchgeführt. An der Rheinhalde wurden insbesondere Robinien und Eschen gefällt. In die Risi Föhren sowie im angrenzenden Waldrand ebenfalls Robinien, da sie im Schutzgebiet unerwünschten Nachwuchs produzierten. In der Rheinhalde kam erstmals ein selbst entwickeltes Werkzeug zum Einsatz, welches von der Seilwinde gezogen, ein sehr kräfteschonendes Ausstocken von Buschwerk ermöglicht.

Fast nicht zu glauben und doch Tatsache war die Entsorgung eines Schlauchbootes in der Rheinhalde, welches zur Tarnung komplett mit Hackholz gefüllt war. Auch die Entsorgung von Gartenabraum und Grasschnitt im Naturschutzgebiet erinnert an Zustände wie im Mittelalter. Die Gemeinde besitzt mit der Deponie Benkemergässli eine legale Entsorgungsmöglichkeit, welche für jedermann und erst noch gratis benutzt werden kann.

Die Schutzgebiete Risi und Rheinhalde haben regionale Bedeutung. Einsätze werden vom Kanton vergütet. Für insgesamt 121 Arbeitsstunden sowie 30 Maschinenstunden hat uns der Kanton 3095 Franken vergütet. Der Ertrag aus den Feldeinsätzen ist inzwischen zum tragenden Element für die Finanzierung unserer Vereinsaktivitäten geworden. Die Bedeutung dieser Finanzierungsquelle wird noch zunehmen, da wir eine Verdoppelung des Stundensatzes beantragt haben.

 

 

 

Die von uns gepflanzte Hecke im Goldenberg gedeiht prächtig. Allerdings gedeihen auf der ehemaligen Gartenfläche auch Brombeeren und in der Buntbrache kommen Sträucher auf. Diese müssen sorgfältig entfernt werden. Zudem müssen Böschungen und Wegränder entlang der öffentlichen Wege periodisch gemäht werden. Jährliche Pflegeeinsätze sind deshalb unumgänglich.

Die offenen Flächen auf der Parzelle Jucker am Bärchenhang müssen von Buschwerk freigehalten werden. Auch hier sind jährliche Pflegeeinsätze notwendig. Die Entfernung von Schattenbäumen Anfang 2009 wirkte sich positiv aus. Damit sich die von uns gepflanzten Edelkastanien optimal entwickeln können, muss jedoch noch mehr ausgelichtet werden. Die unbefugte Benutzung des ehemaligen Gartenhäuschens, dessen sukzessive Zerstörung und die Verschmutzung der Umgebung mit Abfällen durch unbefugte Jugendliche ist äusserst ärgerlich. Der NVDU ist lediglich Bewirtschafter und steht diesem Treiben ziemlich machtlos gegenüber. 

Ein angrenzend zum Siedlungsgebiet parallel verlaufender Streifen von ca. 1/3 der ganzen Breite ist zunehmend von Brombeeren und Himbeeren besetzt worden. Insbesondere die Brombeeren verbreiten sich durch bis zu 5 Meter lange Triebe, an deren Enden sich neue Pflanzen bilden, rasend schnell. Ein Versuch, diese Auszustocken mussten wir infolge der flächenhaften Ausdehnung abbrechen. Inzwischen hat der Bewirtschafter, Robert Rubli, diesen Streifen umgepflügt und Winterweizen gesät. Diese Radikalmassnahme war leider unumgänglich. Immerhin befindet sich der übrige Teil der Buntbrache in einem sehr guten Zustand.

An der Jahresversammlung mussten ausser den ordentlichen Geschäften weder Anträge des Vorstandes noch von Mitgliedern behandelt werden. Die GV konnte deshalb speditiv in einer Stunde abgewickelt werden.

Der anschliessende Vortrag über die Erforschung des Höhlensystems der Donau in unserer Suddeutschen Nachbarschaft von Rainer Friedrich und Rudolf Martin war äusserst faszinierend. Die beiden Referenten gestalteten den technisch sehr aufwendigen Vortrag äusserst gekonnt, sodass man von einer eigentlichen „Inszenierung“ reden kann. Die Authentizität gingt dabei aber nicht verloren, dafür sorgte die spürbare Begeisterung an der „Höhlenarbeit“. Die anschliessende Diskussion war sehr lebhaft und dokumentierte ein grosses Interesse am Thema.

Mit 105 Hektaren Fläche ist das Neeracherried eines der letzten grossen national bedeutenden Flachmoore der Schweiz. Es bietet Lebensraum für unzählige Vögel, Pflanzen, Amphibien, Reptilien und Kleintiere. Um den Schutz des Rieds kümmert sich seit 1927 die Ala - Schweizerische Gesellschaft für Vogelkunde und Vogelschutz. Spannende Erlebnisse und Einblicke sind im SVS-Naturschutzzentrum Neeracherried an verschiedenen Orten möglich: aus den beiden Beobachtungshütten, beim Teich und der Beobachtungsplattform, in der interaktiven Ausstellung und der Sonderausstellung, in der Videoschau, im Naturlabor oder im Empfang- und Verkaufsbereich.

Die vom NVDU organisierten Exkursionen erfreuen sich grosser Beliebtheit. Mit rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, war auch diese Exkursion ein Erfolg. Wir organisieren eine solche deshalb auch im Jahr 2010 wieder.

 

Die vom NVDU bereits mehrfach angebotenen Dia-Vorträge mit dem Bekannten Tierfotografen Hans Dossenbach erfreuen sich inzwischen grosser Beliebtheit. Die Aula des Primarschulhauses ist jeweils randvoll und die Zuhörerinnen und Zuhörer kommen aus der ganzen Region. Namibia selbst ist in Anbetracht seiner überwältigen Landschaft und seiner Tierwelt an sich schon ein attraktives Thema. Vorgetragen von Hans Dossenbach mit seiner sehr authentischen Vortragsweise und gewürzt mit Anekdoten, vermochte er umso mehr zu begeistern Dies spiegelte sich auch im Ergebnis der Kollekte, welche die Kosten der Veranstaltung spielend zu decken vermochte.

Im Vereinsjahr 2009 haben wir insgesamt 4 öffentliche Anlässe angeboten. Die geplante und ausgeschriebene botanische Exkursion in die Schutzgebiete von Merishausen musste infolge schlechter Witterung abgesagt werden. Wir werden dieses Thema später wieder aufgreifen.

Die wichtigsten internen Anlässe sind jeweils die Pflegeeinsätze in den Schutzgebieten und in den von uns bewirtschafteten Privatparzellen. Es zeigt sich, dass effizientes Arbeiten nur mit Maschineneinsatz realisiert werden kann. Dies beschränkt die Auswahl geeigneter Helfer auf wenige Personen, nämlich jene, welche mit Freischneider und Motorsäge umgehen können. Für Aufräumarbeiten wie zusammentragen von Buschwerk Rechen von Grasschnitt, etc. sind aber nach wie vor Alle, auch Familien mit Kindern sehr gefragt.

Die Konzentration anspruchsvoller Arbeit auf wenige Personen beansprucht natürlich grosse zeitliche Ressourcen. Dieser Einsatz soll künftig ab einer gewissen Leistung bescheiden honoriert werden. Sehen Sie dazu den entsprechenden Antrag des Vorstandes in der Einladung zur GV.

Allen Mitgliedern, welche uns ideell und finanziell unterstütz haben. Allen Helferinnen und Helfern, auch den Kindern welche an unseren Feldeinsätzen teilgenommen haben, möchte ich Namens des Vorstandes herzlich danken. Ich bedanke mich auch bei meinen Vorstandskollegen für Zeit und Aufwand zugunsten des Vereins.

Nach wie vor gilt es, den Vorstande, dotiert mit Leuten „gesetzten“ Alters mit jüngeren Leuten aufzufrischen. Ich selber bin schon seit bald zwei Jahren pensioniert und meine Amtszeit wird nicht ewig dauern. Ich möchte alle jene ansprechen, für welche  die Erhaltung unserer Natur ein wichtiges Anliegen ist. Ein Engagement in unserem Vorstand bedeutet auch einen Dienst für die Öffentlichkeit; unsere Feldeinsätze tragen zur Attraktivierung unserer Naherholungsgebiete bei und unsere Vorträge und Exkursionen sind ein Teil des kulturellen Angebotes unserer Gemeinde. In einem persönlichen Gespräch gebe ich Ihnen weitere Auskünfte. 

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