Im Jahre 2001 haben wir auf der Driving Ranch eine grosse Hecke gepflanzt. Da sich einzelne Gehölze bis auf Baumgrösse entwickelt hatten, musste die Hecke verjüngt werden. Diese Aktion wurde am 29.1.2011 durchgeführt. Dabei standen zahlreiche Helferinnen und Helfer zur Verfügung. Tatkräftig unterstützt wurden wir auch vom Besitzer Robert Rubli, welcher für den Abtransport des Buschwerks besorgt war. Zum Abschluss spendierten Maya und Robert einen ausgiebigen Zvieri.

Jedes Jahr gönnt sich unser Vorstand einen Ausflug. In entspannter Atmosphäre geniessen wir jeweils eine „Sitzung ohne Traktanden“. Unsere Region bietet dazu vielerlei Möglichkeiten für einen passenden Rahmen. Unsere letzten Ausflüge waren Flussfahrten auf Thur und Rhein. Der Flussabschnitt zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen gehört zu den schönsten Landschaften der Schweiz.

 

Nach den eher frustrierenden Teilnehmerzahlen an unseren Exkursionen im Vorjahr haben wir 2011 lediglich zwei solche Anlässe angeboten. Die Teilnehmerzahlen waren erfreulich hoch (Der Streifzug durch Dachsen musste wie oben erwähnt, allerdings abgesagt werden). Wie der Jahresbericht belegt, waren wir anderweitig aber sehr aktiv. Die Aktion „Mehlschwalbenhaus“ mit grosser Medienpräsenz und mit Erwähnung im „Ornis“ im Jahre 2010 zeigt bis heute Wirkung. Ich bekomme immer wieder Anfragen bezüglich Mehlschwalbenhäuser, kürzlich sogar aus dem Kt. Waadt.

 „Unser Verein“ sind im wesentlichen Sympathisanten – Frauen und Männer, welche unsere Aktivitäten mit ihrem Mitliederbeitrag unterstützen. Unterstützung erfahren wir aber auch bei öffentlichen Aktionen, indem sich durchaus Helferinnen und Helfer mobilisieren lassen. Euch allen möchte ich unseren herzlichen Dank für diese Unterstützung aussprechen. Auch bei meinen Vorstandskollegen, welche sich im besonderen Masse für den Verein engagieren, möchte ich mich sehr bedanken.

Die Zusammensetzung unseres Vorstandes ist bereits seit vielen Jahren unverändert. Ich selber  bin eines der Gründungsmitglieder und seit 1995 Präsident. Mit demnächst 70 Jahren auf dem Buckel fürchte ich, langsam zum Fossil zu werden. Sie sehen, eine Blutauffrischung ist dringend angebracht. Nach wie vor suchen wir Frauen und Männer, welche ihre eigenen Ideale etwas konkreter ausleben möchten. Dazu hätten Sie in unserem Team eine gute Möglichkeit! 

Auch 2011 war die Rahmenveranstaltung für die GV vom 18. 2.2011 wieder sehr gut besucht. Der Film über Libellen von Beat Schneider begeisterte durch einmalige Aufnahmen und der Kommentar war sehr informativ. Die steif gefrorene und mit Reif besetzte Libelle, welche im Frühling wieder zu neuem Leben erwacht war nur eine unter vielen Rosinen. Auch die nachfolgende Diskussion wurde rege benutzt.

Für den von Dieter Baach organisierte Streifzug für Familien durch die Tier- und Pflanzenwelt vom15. Mai 2011  hatten sich zahlreiche Teilnehmer angemeldet. Leider musste dieser Anlass infolge des miserablen Wetters abgesagt werden.

Als Leiter für die Thurauenexkursion vom 28.8.2011 konnten wir den ehemaligen Chef der Abt. Gewässerunterhalt“ beim AWEL, Christian Göldi  und den für das Monitoring in lichten Wäldern zuständigen Forstingenieur Renè Bertiller gewinnen. Diese Besetzung garantierte denn auch einen höchst interessanten und informativen Anlass. Die etwas komplizierte Logistik für den Personentransport funktionierte ebenfalls pannenfrei. Den Ausklang bildete ein gemütlicher Aüpèro mit Speckzopf in der Schutzhütte im Gebiet Wollerau. Auch dies ein gelungener Anlass mit zahlreichen Teilnehmern!

 

Die Trafostation „Dorf“ an der Weinbergstrasse in Dachsen ist ein alter Turmbau, welcher seit der Aufhebung der Freileitungen ausser Betrieb ist. Auf den noch vorhandenen Trägern der seinerzeitigen Einspeisung wurde des öfteren Turmfalken beobachtet. Lage und  Gestalt des Turmes prädestinieren dieses Bauwerk aber auch für andere Vögel, des weiteren auch für Fledermäuse als Brut- und Schlafplätze. Voraussetzung sind Unterschlüpfe in Form geeigneter Nisthilfen.

Eine Anfrage bei den EKZ (Stützpunkt Ohringen / Herr Altherr) hat ergeben, dass die EKZ das Anbringen von Nisthilfen begrüssen. Sie haben sich bereit erklärt, für die Montage für die Nistkästen und Kunstnester eine Hebebühne samt Personal zur Verfügung zu stellen. Die Aktion erfolgte am 10.3.2011 wobei die EKZ mit der Hebebühne zum Einsatz kam. Anwesend waren die Mediensprecherin der EKZ, Frau Laiaida sowie ein Vertreter der SN. Montiert wurden Nistkästen bzw. Nisthilfen für diverse Meisen, Hausrotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper, Zaunkönig, Mehlschwalbe, Turmfalke sowie Kästen für Fledermäuse. Im Berichtsjahr Jahr war noch keine der Unterkünfte besetzt. Wir hoffen sehr, dass nun im laufenden Jahr einige Arten einfinden werden.

Sämtliche Haushalte wurden mit einem Flyer beliefert, mit welchen die Liegenschaftsbesitzer eingeladen wurden, an Ihren Häusern Nisthilfen für Mehlschwalben anzubringen. Pro Anmeldung lieferten wir 4 Nester gratis, auf Wunsch mit integriertem Kotbrett. Offenbar animiert durch die Schwalbenhausaktion (Auftaktveranstaltung 100xZüriNatur) wurden insgesamt 72 Nester bestellt! Wir waren selber überrascht vom Erfolg unseres Aufrufs. Am 19. März erfolgte die Montage durch einzelne Teams. Diese Aktion haben wir bei BirdLive Zürich im Rahmen der Kampagne 100xZüriNatur angemeldet und erhielten einen Beitrag von Fr. 665.00 für die Kunstnester.

Gemäss Beobachtung von Roger Brunschwiler wurden bereits im ersten Jahr ca. 1/3 der neuen Nester besetzt, was ein guter Erfolg ist. Insgesamt schätzte Roger den Bestand im Dorfgebiet 70 – 80 Paare.

Das Schwalbenhaus war leider noch nicht besetzt. Auch die Einweihung des neuen Zuhauses durch viel Prominenz und Medienpräsenz kümmert eben die Schwalben nicht. Da sind andere Kriterien massgebend! Wir hoffen, dass nun in der kommenden Saison einige Nester angenommen werden. Wir überlegen uns zudem, eine akustische Lockeinrichtung zu installieren.

Auch im Schutzgebiet Risi erfolgten die jährlichen Unterhaltsarbeiten. Die im Vorjahr entfernten Strünke auf den ebenen Flächen erleichtern insbesondere das Mähen mit dem Motormäher und schonen auch das Material. Doch auch die steilen Hanglagen müssen gemäht werden. Das Arbeiten mit dem Freischneider auf dem Rücken  ist mühsam und erfordert vie Kraft und Geschick. Eine Unterhaltsperjode ist nicht identisch mit dem Kalenderjahr. Das Aufräumen im Rahmen eines öffentlichen Arbeitseinsatzes steht uns deshalb noch bevor. In den Schutzgebieten  Risi und Rheinhalde wurden vom NVDU insgesamt ca. 80 Stunden an Arbeitszeit geleistet, Maschinen standen ca. 35 Stunden im Einsatz. Die dem Kanton verrechneten Leistungen sind auch nach Abzug der Maschinenkosten ein wichtiges Standbein für die Vereinskasse.

 

Der Unterhalt für die privaten Parzellen Goldenberg und Jucker beschränkte sich auf das Mähen und entsorgen von Gras. Auf der Parzelle Jucker muss aber auch regelmässig Gebüsche zurückgeschnitten werden ansonst diese Fläche in kurzer Zeit verbuschen würde. Damit sich diese Massnahmen auch längerfristig lohnen streben wir noch immer einen formellen, langfristigen Pachtvertrag an.

Die Buntbrache im Steinboden musste bekanntlich bereits verkleinert werden, da insbesondere den wuchernden Brombeeren nicht mehr beizukommen war. Trotzdem konnte der Bestand der restlichen Brache über den üblichen Zeitraum von 6 Jahren hinaus nochmals verlängert werden. Nun aber will Robert Rubli die Buntbrache wieder zu Ackerland machen. Dafür will er an anderer Stelle Ersatz schaffen.

Zwar erfolgte das Auslichten der Hecke bei der Driving Ranch von Robert Rubli noch im Vereinsjahr 2010, konnte aus Termingründen aber nicht mehr im Jahresbericht 2010 erwähnt werden, weshalb hier kurz darauf eingegangen wird. Die im Jahre 2001 von uns gepflanzte Hecke musste dringend verjüngt werden, da sich einzelne Gehölze zu Baumgrössen entwickelt hatten. Diese Aktion wurde am 29.1.2011 durchgeführt. Dabei standen zahlreiche Helferinnen und Helfer zur Verfügung. Tatkräftig unterstützt wurden wir auch vom Besitzer Robert Rubli, welcher für den Abtransport des Buschwerks besorgte. Zum Abschluss spendierten Maya und Robert einen ausgiebigen Zvierie. Herzlichen Dank, im Übrigen auch für die angenehme Zusammenarbeit in anderen Projekten!

Hierbei handelt es sich zwar nicht um ein Projekt des NVDU. Die Bedeutung des Projektes für den Verein und die Gemeinde rechtfertigt jedoch eine Berichterstattung.

Das Gebiet „Ausser Rihalden“ und ein kleineres Gebiet unterhalb der Bachdelle wurden im Jahre 1988 durch Beschluss des Regierungsrates unter Schutz gestellt. Diese Gebiete mit hohem Potenzial als Lebensraum seltener und geschützter Pflanzen wurden damals teilweise entbuscht und durchforstet. Pflanzenaufnahmen vorher und nachher belegen den Erfolg dieser Massnahmen. Die Gebiete an der Rheinhalde, inzwischen als „Lichter Wald“ ausgewiesen, sind sehr hoch bewertet und gehören zu den wertvollsten Pflanzenschutzgebieten im Kanton Zürich. Um diesen Status zu erhalten, sind jährliche Unterhaltsmassnahmen notwendig, insbesondere die Entfernung unerwünschter Arten wie Brombeere und Robinie, sowie das Mähen der Gras- und Krautschicht nach der Vegetationszeit.

Im Herbst 2010 beschloss der Kantonsrat die  Freigabe einer grösseren Summe aus dem kantonalen Naturschutzfonds für Unterhalt und Vergrösserung von Schutzgebieten. Dies bewog René Bertiller, die vom Kanton für das Monitoring lichter Wälder mandatierte Fachperson in Absprache mit dem NVDU, ein Gesuch für die Vergrösserung der lichten Waldflächen an der Rheinhalde einzureichen. Da noch immer ein grosses Potential für Aufwertung und Vergrösserung der Schutzgebiete besteht, wurde diesem wurde entsprochen.

Die Umsetzung dieses Projektes war natürlich nur mit schwerem Gerät möglich. Deshalb erfolgte die Durchforstung Im Februar und März 2011 durch das Arbeitsteam unseres Gemeindeförster Hansueli Langenegger. Ein weiteres Team, welchem auch der Berichterstatter angehörte erledigte die „Feinarbeit“, insbesondere Ausstocken von Gebüsch und Aufräumen von Astmaterial. Bereits im Herbst erfolgten ergänzende Unterhaltsarbeiten und eine weitere kleinere Vergrösserung des Schutzgebietes unterhalb der Bachdelle.

 

Die Fläche der lichten Wälder an der Rheinhalde hat sich mit den Massnahmen 2011 nahezu verdoppelt. Es ist klar, dass sich der Aufwand für den jährlichen Unterhalt ebenfalls verdoppelt. Vom Kanton wurde signalisiert, dass die entsprechenden finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stünden. Dies ist Bedingung, für die Nahhaltigkeit der durchgeführten Massnahmen.

Die direkten Anwohner wurden von uns über die Massnahmen informiert. Die vorerst gewöhnungsbedürftigen Eingriffe sind bei der Bevölkerung gut angekommen. Der freie Blick auf den Rhein hat auch die Attraktivität des Spazierweges entlang der Hangkante erheblich gesteigert. Allerdings hat der Biber in Eigenregie weitere Bäume gefällt, was beim bereits sehr ausgedünnten Baumbestand nicht tolerierbar ist. Ein Teil des Bestandes müsste deshalb mit Drahtnetzen vor den scharfen Biberzähnen geschützt werden. Wir hoffen nun, dass sich bald eine Krautschicht einstellt und sich das Gebiet, ähnlich den bereits ausgelichteten Flächen entwickelt.

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