Das letzte Fischadlerpaar brütete 1911 in Ellikon. Seither ist der Fischadler bei uns nur noch ein sehr seltener Sommergast. In den letzten Jahren ist er aber vermehrt zu beobachten. Ein Forschungsprogramm des Vogelschutzzentrums Mössingen (D) soll die Wiederansiedlung fördern. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass auch in unserer Region versuchsweise ein künstlicher Horst montiert wurde. Als geeigneter Ort wurde der Jestetter „Schwaben“, gegenüber der Halbinsel Au von Rheinau gefunden. Am  28.2.2012 montierte der Dr. Daniel Schmidt vom Vogelschutzzentrum Mössingen den künstlichen Horst auf der von uns evaluierten Föhre.

 

 

Der Vorstand hat beschlossen, im Jubiläumsjahr seine Ressourcen statt in kurzlebige Festivitäten in ein nachhaltiges Projekt zu investieren. Wir wollen im Dachsemer Rebberg ökologische Einzelmassnahmen umsetzen. Damit erfährt unser Rebberg als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und auch als Naherholungsraum eine wesentliche Aufwertung.

An einer Begehung mit einem Vertreter von BirdLife Zürich, mit dem von der Fachstelle für Naturschutz des Kt. Zürich zuständigen Gebietsvertreter und Ueli Rubli vom Verein „Reben und Genuss“ haben wir einige mögliche Massnahmen evaluiert. Aufgrund dieser Begehung haben wir eine Projektskizze mit allen Massnahmen und eine grobe Kostenschätzung erstellt. An einer weiteren Begehung haben wir die Prioritäten für das Jahr 2013 festgelegt.

Die Arbeiten wurden von der Fa. Grünwerk offeriert, welche die Arbeiten auch ausführen wird. Es sind aber auch Eigenleistungen in Form öffentlicher Einsätze geplant. Die Kosten belaufen sich auf ca. 60'000 Franken, welche durch verschiedene Stiftungen und lokale Sponsoren zugesichert sind. Das Baugesuch ist eingereicht und ist zurzeit beim Kanton in Behandlung. Den Abschluss der Arbeiten
feiern wir am 29. Juni. Für weitere Einzelheiten sei auf die Einladung zur GV verwiesen. Dieses Projekt soll durch einen formellen Beschluss genehmigt werden.

Am 21. September findet wieder die „Dorfete“ statt. Nach der sehr erfolgreichen Teilnahme im vergangenen Jahr hat der Vorstand beschlossen, sich auch im laufenden Jahr zu engagieren. Welches unsere Aktivitäten sind, haben wir noch nicht beschlossen.

Bekanntlich haben wir den ehemaligen Garten der Familie Erwin Eggli seit dem Jahr 2004 gepachtet. Der „Umbau“ des Gartens in eine ökologisch wertvolle Fläche war sehr arbeitsaufwendig. Insbesondere mussten wir ein Gartenhaus abbrechen.

Zu diesem Anlass hatten sich erfreulicherweise 25 Personen angemeldet. Die neue Sternwarte ist tatsächlich einen Besuch wert. Zwei grosse Spiegelteleskope und mehrere kleine Fernrohre ermöglichen die Beobachtung der Himmelskörper unter kundiger Anleitung. Bei schlechter Sicht bietet das Planetarium eine sehr attraktive Möglichkeit sich näher mit dem Weltall zu befassen. Unser Besuch am
15. Februar 2013 war ein denkwürdiger Tag. An diesem Tag stürzte ein Meteoritenregen  in der Gegend der  russischen Stadt Tscheljabinsk zur Erde und hinterliess gewaltige Schäden. Es war auch genau dieser Abend, als der Asteorid 2012 DA14 in nur 27 800 Kilometer Distanz an der Erde vorbeiraste. Leider war der Himmel teilweise bewölkt und die Sicht in den Nachthimmel begrenzt. Das Spiegelteleskop wurde zwar nach den von der NASA übermittelten Koordinaten ausgerichtet, zu sehen war aber nichts. Immerhin konnten wir den immer wieder faszinierenden Mond in Ruhe betrachten und auch der Saturn mit den grössten seiner Monde konnte beobachtet werden. Höhepunkt der Besichtigung waren die Vorführungen im Planetarium. Insbesondere der Fulldome - Film, eine fiktive Reise ins Weltall hinterliess einen tiefen Eindruck.

Die Montage mehrerer Nisthilfen am ausgedienten Turm der Trafostation „Dorf“ an der Weinbergstrasse war ein Erfolg. Insbesondere hat ein Turmfalkenpaar 5 Junge aufgezogen. Ebenso haben Hausrotschwanz und Blaumeisen erfolgreich Bruten aufgezogen. Von unserem Erfolg berichteten auch die EKZ in ihrer Zeitschrift „Saft und Kraft“. Wir hoffen, dass auch 2013 wieder gefiederte Gäste einziehen und Junge haben.

 

Erstmals hat der Gemeinderat den Neuzuzüger-Apéro in Form einer „Tischmesse“ durchgeführt, wobei die Vereine im Zentrum des Anlasses standen. Auch der NVDU hat sich präsentiert. Von der Schule hatten wir als Blickfang einen Dachs ausgestellt. Das war eine gute Idee, denn die übrigen Stände waren zumeist trostlose Papierverlage. Trotzdem haben sich schlussendlich nur zwei junge Paare und zwei Einzelpersonen gründlich informieren lassen. Andere Vereine fanden aber noch weniger Beachtung. Ansonst war der Anlass aber gut besucht.

Auf unsere Vermittlung hin kam es zum Kauf der Parzelle 275 mit einer Fläche von 800m2 Fläche durch Hermann und Andrea Peter. Das Grundstück ist ökologisch ausgesprochen wertvoll, insbesondere, da es mit seinem Bestand an Hecken und alten Obstbäumen einen Korridor zwischen dem landwirtschaftlich intensiv genutzten oberen Plateau und den unteren Reblagen bildet. Die Inhaber sind bereit, uns das Land, ausgenommen das darauf befindliche Gebäude, zu verpachten. Wir werden es nach ökologischen Kriterien optimieren und pflegen. Ein entsprechender Entwurf des Pachtvertrages liegt vor. Mit einem Franken Pachtzins hätte eine Pacht keine finanziellen Auswirkungen, trotzdem möchten wir die Pacht an der GV als Geschäft abhandeln.

 

Unterhalb der Bachdelle ist ebenfalls ein kleines Schutzgebiet ausgewiesen, welches seit Jahren unterhalten wird. Hier befinden sich die meisten Vorkommen der Küchenschelle. Aber noch weitaus mehr seltene Pflanzen haben hier ihren Lebensraum. Dieses Gebiet wurde bereits vorletzten Herbst erweitert. Auch im Herbst 2012 war die Arbeitsgruppe Bertiller und unser Förster mit seiner Equipe hier aktiv. Zurzeit liegen die grossen Bäume noch an der Hangkante. Sie werden demnächst zu Schnitzeln verarbeitet. Die ausgelichtete Fläche ist nun durchgehend von der Bachdelle bis zur Kläranlage.

Der Perimeter dieses Schutzgebietes ist weit grösser als die zurzeit gepflegte Fläche. Die weiteren Flächen befinden sich auf dem Plateau oberhalb der alten Kiesgrube und an der Bahnböschung. Diese Flächen haben ebenfalls das Potential als Refugium für seltene Pflanzen, Vögel, Reptilien und Insekten. Sie sind aber infolge dichten Baumbestands zu schattig. Im Herbst  hat die Arbeitsgruppe Bertiller das Plateau ausgelichtet und Brombeeren ausgestockt. Vorläufig verblieben ist der Baumbestand an der Bahnböschung, welcher dort nur durch ein sicherheitstechnisch zertifiziertes Unternehmen ausgelichtet werden darf. Dem Spaziergänger offenbart sich aber jetzt schon eine attraktive Aussicht in Richtung Irchel. Für uns ist wichtig, dass sich auf dem Waldboden bald eine reiche Krautschicht entwickeln kann. Auch hier werden wir künftig jährliche Unterhaltsarbeiten leisten müssen.

 

 

 

Dieser in Richtung Rheinau gelegene unüberbaute Hügel ist eines der drei Schutzgebiete von regionaler Bedeutung auf unserem Gemeindegebiet. Er befindet sich in Privatbesitz und wird jährlich von der Pflegeequipe des Kantons gemäht. Ein noch gut zu erkennender Abriss zeigt auf, dass hier früher in kleinem Umfang Kies abgebaut wurde. Insbesondere dieser Teil des Schutzgebietes ist botanisch und faunistisch sehr wertvoll, denn hier gibt es noch offene Sandflächen, Lebensräume für vielerlei Insekten. Im Laufe der Zeit ist auch dieses Gebiet verbuscht und einer der sehr seltenen Lebensräume drohte verloren zu gehen. Der vom Kanton mit dem Monitoring verschiedener Schutzgebiete im Weinland mandatierte René Bertiller leitet eine Arbeitsgruppe, welcher auch Ruedi Schneider angehört. Im Herbst haben wir das Gebiet Oberholz entbuscht und Fällarbeiten durchgeführt. Die seltenen Lebensräume sind nun wieder aufgewertet, bedürfen aber weiterhin einen periodischen Unterhalt.

 

Noch in den Dreissiger-Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es an der Rheinhalde grosse Bestände der Küchenschelle (Anemone pulsatilla).  In Zusammenhang mit der Einstellung der Bewirtschaftung, dem nachfolgenden Kronenschluss und weiterer Faktoren verschlechterten sich die Lebensbedingungen und die sehr attraktive Küchenschelle verschwand fast gänzlich aus der Rheinhalde. Dieses Phänomen ist europaweit zu beobachten und hängt mit dem Verschwinden der Halbtrockenrasen zusammen. Nach den Durchforstungen und jährlich wiederkehrenden Pflegeeingriffen haben sich die Lebensbedingungen auch für die Küchenschelle wieder verbessert. Trotzdem stagnieren die Vorkommen.  Im Kanton Zürich werden seit 1998 durch die Fachstelle Naturschutz selten gewordene Wildpflanzen mit Hilfe von Hobbygärtnern vermehrt und in neu gestalteten Naturschutzgebieten ausgepflanzt. So wurden an unserer Rheinhalde Samen der Küchenschelle gewonnen und daraus Pflanzen gezogen. Im Herbst 2012 wurden an mehreren Stellen Küchenschellen eingepflanzt und deren Standorte genau vermessen. Aus unserer Gemeinde hat sich Frau Gesine Schrader Fischer bereit erklärt, Zustand und Wachstum der Pflanzen zu beobachten und die Ergebnisse der Fachstelle zu melden. Sollte der wissenschaftlich begleitete Versuch gelingen, werden noch mehr Pflanzen gepflanzt.

Die Teilnahme an der „Dorfete“ war für uns sehr erfolgreich. Im Dorf gibt es nun zusätzliche 50 Nistgelegenheiten für Blau- und Kohlmeisen! Wir hatten bekanntlich beim Schreiner Ueli Meier aus Rheinau 50 Bausätze bestellt. Die Bausätze aus wetterfestem Lärchenholz waren sehr präzise gefertigt und mit Lamellen versehen, sodass beim Zusammenbau gar nichts schiefgehen konnte und alle Eckverbindungen sauber und präzise zustande kamen. Die Kinder waren mit Eifer bei der Sache und der Ansturm brachte die Helfer zeitweise in arge Bedrängnis. Auch 2013 soll wieder eine „Dorfete“ stattfinden, obwohl derzeit der „Donnschtig-Jass“ im Vordergrund steht.

Die Buntbrache im Steinboden musste bekanntlich bereits verkleinert werden, da insbesondere den wuchernden Brombeeren nicht mehr beizukommen war. Zudem wurden vermehrt auch Robinien festgestellt. Trotzdem konnte der Bestand der restlichen Brache über den üblichen Zeitraum von 6 Jahren hinaus nochmals verlängert werden. Inzwischen ist aus der Buntbrache wieder Ackerland geworden. Robert Rubli hat dafür im „Mettli“ einen grosszügigen Ersatz geschaffen. Der Verein hat daher die Hälfte der Saatkosten übernommen.

Im Jahre 2010 wurde im Beisein von Baudirektor Kägi und weiteren prominenten Persönlichkeiten  im Rahmen der  Auftaktveranstaltung zur Kampagne 100 x ZüriNatur unser Schwalbenhaus eingeweiht. Die Schwalben liessen jedoch auf sich warten, was uns bewog, die Schwalben mit allerhand Tricks anzulocken. Wir versuchten, die wählerischen Vögel mit Lockgesang ab CD und vermeintlichen Kotspuren (Zahnpasta Elmex Junior) anzulocken. Und – sage und schreibe, die Schwalben liessen sich überzeugen. Es herrschte teilweise reger Flugverkehr und vier Paare haben Nachwuchs aufgezogen!

 

Auf Pachtland, welches von Robert Rubli bewirtschaftet wird und sich im Besitz der Familie Vogel-Schlatter befindet, durften wir drei Hecken pflanzen. Die Pflanzaktion unter der Regie von Roger Brunschwiler fand am 24. März statt. Die Sträucher sind gut angewachsen, müssen jedoch noch immer freigestellt werden, d.h. dass das Gras zwischen den Sträuchern gemäht werden muss. Leider wurden mehrere Sträucher entlang des Ackerrandes  bei den maschinellen Erntearbeiten abgemäht. Wir haben die Hecken inzwischen mit Pfosten markiert.

 

Die letzte Generalversammlung fand am 10. Februar 2012 statt. Sie war mit 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besucht. Zu beschliessen gab es lediglich die ordentlichen Geschäfte. Erwähnenswert ist der Austritt aus dem Verband „Pro Natura. Da wir schon hohe Beiträge an BirdLife Zürich leisten, war die massive Erhöhung des Mitgliederbeitrages von Pro Natura um 100 Franken auf 400 Franken nicht mehr zu verkraften.

Zur Rahmenveranstaltung hatten wir den bereits mehrmals erfolgreich engagierten Tierfotografen Hans Dossenbach zu einem Vortrag über Madagaskar eingeladen. Seinem guten Ruf folgend, kamen dann auch fast 50 Personen zum Vortrag. Madagaskar hat sich vor Jahrmillionen vom afrikanischen Festland getrennt. Deshalb konnte sich hier auf dieser viertgrössten Insel der Welt eine ganz eigene Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Die meisten Tier- und Pflanzenarten hier sind endemisch. Das bedeutet, dass man diese Arten nur hier und sonst nirgendwo auf der Erde findet. Die gezeigten Bilder waren zwar faszinierend, der Vortrag aber enttäuschenderweise schon nach einer Stunde zu Ende.

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