Noch in den Dreissiger-Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es an der Rheinhalde grosse Bestände der Küchenschelle (Anemone pulsatilla).  In Zusammenhang mit der Einstellung der Bewirtschaftung, dem nachfolgenden Kronenschluss und weiterer Faktoren verschlechterten sich die Lebensbedingungen und die sehr attraktive Küchenschelle verschwand fast gänzlich aus der Rheinhalde. Dieses Phänomen ist europaweit zu beobachten und hängt mit dem Verschwinden der Halbtrockenrasen zusammen. Nach den Durchforstungen und jährlich wiederkehrenden Pflegeeingriffen haben sich die Lebensbedingungen auch für die Küchenschelle wieder verbessert. Trotzdem stagnieren die Vorkommen.  Im Kanton Zürich werden seit 1998 durch die Fachstelle Naturschutz selten gewordene Wildpflanzen mit Hilfe von Hobbygärtnern vermehrt und in neu gestalteten Naturschutzgebieten ausgepflanzt. So wurden an unserer Rheinhalde Samen der Küchenschelle gewonnen und daraus Pflanzen gezogen. Im Herbst 2012 wurden an mehreren Stellen Küchenschellen eingepflanzt und deren Standorte genau vermessen. Aus unserer Gemeinde hat sich Frau Gesine Schrader Fischer bereit erklärt, Zustand und Wachstum der Pflanzen zu beobachten und die Ergebnisse der Fachstelle zu melden. Sollte der wissenschaftlich begleitete Versuch gelingen, werden noch mehr Pflanzen gepflanzt.

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